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Hausmittel: was davon wirklich funktioniert

Hausmittel: was davon wirklich funktioniert

Wir prüfen gängige Hausmittel ehrlich — einige davon sind durchaus nützlich, allerdings für einen anderen Zweck.

Hausmittel gegen Schädlinge werden lieber diskutiert als Präparate, und es wäre falsch, sie von vornherein geringschätzig zu behandeln. Einige davon bewirken tatsächlich etwas — nur nicht das, was man von ihnen erwartet.

Lavendel, Zedernholz und Wermut gegen Motten. Eine abschreckende Wirkung gibt es tatsächlich, sie hält aber nur erwachsene Falter fern und nur, solange der Geruch stark ist — also einige Wochen. Auf die Larven, die Kleidung und andere Sachen beschädigen, hat sie überhaupt keinen Einfluss. Als Vorbeugung in einem bereits sauberen Schrank funktioniert sie. Als Mittel gegen einen bestehenden Befall nicht.

Borsäure gegen Schaben. Sie wirkt, und das ist kein Mythos: Sie war lange vor dem Aufkommen der Gele Bestandteil von Hausködern. Das Problem liegt in der Dosierung und der Form — eine selbst gemachte Kugel trocknet aus, verliert ihre Attraktivität und wirkt nur, wenn die Schabe genau dorthin kommt. Das industrielle Gel löst genau diese Aufgabe: eine stabile Köderbasis plus eine verzögerte Wirkung, die über weitere Tiere weitergegeben wird.

Ultraschall-Vertreiber. Es gibt keine überzeugenden Belege für ihre Wirksamkeit gegen Nagetiere und Insekten. Ein anfänglicher Effekt durch das Auftreten eines neuen Reizes ist möglich, aber die Tiere gewöhnen sich schnell daran.

Minze und Lorbeerblätter gegen Nagetiere. Eine Maus mag starke Gerüche tatsächlich nicht, aber eine hungrige Maus hält sie aus. Als einzige Maßnahme funktioniert das nicht.

Das Fazit, ohne diese Methoden geringzuschätzen: Hausmittel sind zur Vorbeugung und solange das Problem noch nicht entstanden ist durchaus sinnvoll. Wenn der Befall bereits besteht, vermitteln sie das Gefühl, etwas zu tun, während Zeit vergeht — und anschließend muss eine größere Population bekämpft werden.